Hotelimmobilien und crem

Crem (Corporate real estate management)

Crem ist bekanntlich die strategisch aktive und unabhängig vom Nutzer gewinnorientierte Betrachtung der Immobilie. Dieser Denkansatz ist durch die angelsächsische Trennung von Funktionen und Betrachtungsweisen entstanden: Immobilien werden wie andere assets, zB Wertpapiere, nach finanzökonomischen Aspekten beurteilt, erworben, betrieben und wieder veräussert.

Historische Situation?

Die Hotelimmobilie ist meist historisch bedingt als Aktivum Teil des Stammhauses. Ausrichtung und Investition in das Unternehmen „Hotel“ erfolgt daher nach dem subjektiven unternehmerischen empfinden des Hoteliers und seiner Bedürfniswahrnehmung von Markt und Kunden.

Oft findet so eine Quersubventionierung von Immobillie (zB Mietzinse aus Ladenvermietungen uam) zugunsten des Betriebs statt oder bei anderen Voraussetzungen umgekehrt.

Crem bei Hotelimmobilien

Eine Trennung von Betreiber- und Eigentümerstellung schafft eine Situation, wo

  • jeder am Hotel involvierte Partner nach den optimalen Betriebs- und Investitionsmöglichkeiten für seinen Part sucht, was
    • möglicherweise zur betrieblichen oder nutzungsmässigen Neuausrichtung führen kann;
    • bei Investitionen Fehler vermeiden sollte;
    • jeden Partner (Hotelbetreiber und Hotelinvestor) kommerziell fordert;
  • die getrennte betriebliche Abwicklung von Hotelbetrieb und Immobilienbetrieb dem Hotelfinanzierer mehr Transparenz bietet und die Refinanzierung dadurch beständiger macht.

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